Saisonabschluß
Nach einiger Zeit mal wieder ein Kommentar.
Die Meinungen gehen ja auseinander, ob diese Saison als Erfolg zu sehen ist. Die einen sagen, mit dieser Mannschaft hätte mehr drin sein müssen, die anderen meinen, dass wir froh sein können, soweit nach Oben gekommen zu sein. Ich meine ja, es hätte mehr sein können. Zumal der Relegationsplatz erst durch unnötige Punktverluste in „letzten“ Minuten oder unnötigen Heimspielniederlagen gegen Bochum, Dresden oder Rostock (alles Teams, die mit dem Aufstieg relativ wenig zu tun hatten) verlorengegangen ist. Ob wir allerdings in der 1. Bundesliga was zu suchen gehabt hätten, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Wohl werden wir auch für die nächste Saison kaum den großen Kracher holen können und die Verluste an Leistungsträgern sind kaum aufzuholen. Aber am Beispiel Paderborns sieht man, dass es auch möglich ist, mit kleinem Etat und ohne große Namen Erfolge zu erarbeiten. Im Endeffekt sind die Spieler gefordert, Charakter zu zeigen und sich den Arsch für den Verein aufzureißen.
Und nun die Trainerfrage. Es ist doch verwunderlich, dass unseren Trainer von vielen die notwendige Kompetenz abgesprochen wird, unsere Mannschaft in die 1. Bundesliga zu führen. Und das obwohl unter diesem Trainer, der durch und durch ein Löwe ist, die besten Saisonergebnisse seit dem Abstieg eingefahren wurden. Dass es nicht zum Aufstieg reichte, hat er nicht allein zu Verantworten. Auch wenn er öfters mal durch unverständliches Wechseln aufgefallen ist. Der Chaos-Verein mit Geld- und Führungsproblemen, Einkäufe die nicht eingeschlagen haben und teilweise Arbeitsverweigerung auf dem Platz haben den Hauptanteil, dass es wieder nicht geklappt hat. Auch die zerstrittenen Fangruppierungen, die Arenabefürworter und –gegner tun ihren, wohlbemerkt kleinen Anteil, dazu.
Was hat uns nun nächste Saison zu erwarten. Ich befürchte, dass diese Saison deutlich spannender wird. Leider in der Orientierung nach unten. Die besten jungen Spieler mussten den Verein verlassen, die erfahrenen Führungsspieler werden wieder ein Jahr älter. Ob diese Verluste bei dem immer noch vorherrschenden Geldmangel auszugleichen sind, wage ich zu bezweifeln. Aber dann hilft immer noch das Motto: „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, und da wir leidgeplagte Löwen sind werden wir auch die nächste Saison wieder ertragen und durchstehen.
Einmal Löwe, immer Löwe!
landshuterlöwe